Veranstaltungen mit der Evangelischen Akademie im Sommer 2026

Kontakt und Anmeldung: https://www.keb-speyer.de/service/download/programme-keb-saarpfalz/

 

Vortrag (online)
Veronika
Die Geschichte der Hl. Veronika beschreibt, wie eine Frau während der Kreuztragung ein Tuch auf das Gesicht Jesu legt, um ihm so den Schweiß abzuwischen. Dieses Schweißtuch gilt danach als das „wahre“, ohne weiteres menschliches Zutun geschaffene Abbild Christi und so als bedeutende Reliquie. Bildhaft ist aber schon der Name Veronika, denn er erklärt sich aus der lateinischen Zusammenfügung von „vera“ und „ikon“. Nicht genug damit: Veronika leitet sich auch von dem griechischen Frauennamen Berenike ab. In dem steckt Nike, die Göttin des Sieges. Berenike/Pherenike ist demnach die „Siegbringerin“, das Schweißtuch wird damit auch zum Siegeszeichen. Der Vortrag zeigt die verschiedenen „wahren“ Schweißtücher und einige der künstlerisch bedeutendsten Darstellungen der Veronika-Legende.

Termin:        02.03.2026 ab 19:00 Uhr

Ort:            online

Anmeldung bei der KEB




Tagesfahrt nach
Walbourg und Wissembourg

Die Tagesfahrt ins Nordelsass wendet sich an Freunde der Architektur und bietet zudem besondere Leckerbissen in Sachen Glasmalerei. Zwei ehemalige Benediktinerabteien stehen im Mittelpunkt, sie bildeten auch die Keimzellen der heutigen Ortschaften. Zunächst die Kirche in Walburg: An das Langhaus aus dem 11. Jahrhundert schließt ein spätgotischer Chor an. Seine Glasfenster sind von überwältigender Schönheit, sie zeugen von der Blüte der Kunst im Raum Straßburg im späten 15. Jahrhundert. Das Weißenburger Kloster ist älter, eine merowingische Gründung, zur Zeit des Hl. Pirmin bestand es jedenfalls schon. Die Abteikirche St. Peter und Paul wurde im Laufe des 13. Jahrhunderts errichtet, Fenster und Wandmalereien sind aus der Bauzeit erhalten, einige Scheiben sind sogar noch älter. Die Stadt besitzt viel historische Bausubstanz und lädt zum Spaziergang ein.

Termin:        Samstag, 28.03.2026

Anmeldung bei der KEB


 

Vortrag (online)
Die Franziskaner und die Kunst

2026 jährt sich zum achthundertsten Mal der Tod des Franz von Assisi. Folglich beschäftigen sich zahlreiche Veranstaltungen mit ihm, Exkursionen führen zu den Stätten seines Lebens. Er stellte sich unmittelbar in die Nachfolge Christi, was für ihn und seine Mitbrüder, die sich „fratres minores“ – Minderbrüder – nannten, ein Leben in Armut bedeutete. Dennoch oder deswegen fasziniert Franz die Mensch bis heute: Der Orden der Franziskaner wuchs in großer Geschwindigkeit, breitete sich über Europa und schließlich über die ganze Welt aus. Dem Armutsideal in der Nachfolge Christi steht ein Phänomen gegenüber. Die Kirchen der Franziskaner verzichten nämlich, ähnlich wie der der Zisterzienser, zwar auf Bauluxus, also auf eine aufwändige architektonische Gestaltung. Andererseits sind sie nicht nur sehr groß, sondern auch voller Bilder! Es sind oft kunstvolle Bilder, Darstellungen der Passion Christi werden besonders gefördert, daneben ist der Ordensgründer immer wieder Teil der Bildprogramme. Ohne die Franziskaner hätte sich die christliche Kunst womöglich ganz anders entwickelt: Diesem Aspekt geht der Vortrag nach.

Termin:        Mo, 20.04.2026., 19:00 Uhr
Ort:        online


 

Tagesfahrt nach
Châlons-en-Champagne

Auf der Fahrt nach Reims oder Paris fahren die Busse meist an Châlons-en-Champagne vorbei. Dabei besitzt die Stadt eine hochgotische Kathedrale und noch dazu eine frühgotische Abteikirche Notre-Dame-en-Vaux. Man kann sich hier also die Entwicklung der Gotik hervorragend vor Augen stellen. Zunächst aber besuchen wir Notre Dame de l’Épine, nur ein paar Kilometer entfernt auf den Feldern vor der Stadt gelegen: Um eine Wallfahrtsmadonna herum, die in einem brennenden Dornbusch gefunden wurde, so die Legende, entstand ab 1410 diese spektakuläre Anlage. Sie ist winzig im Vergleich mit einer Domkirche, komprimiert aber geradezu die Baukunst des ausgehenden Mittellalters. Victor Hugo und die Romantiker haben die wie ein Traumbild wirkende Kirche wiederentdeckt, die Neuzeit hatte für eine so bizarre Architektur kein Verständnis.

Termin:        Sa, 23.05.2026


 

Tagesfahrt nach
Verdun und Saint-Mihiel

Verodunum hieß die Stadt im Altertum, seit dem 4. Jahrhundert schon gibt es hier einen Bischof. Nach dem Anschluss an Frankreich wird Verdun zu einer der großen Festungsstädte im Osten. Ab 1871 ist es durch zahlreiche Forts rundum gesichert, wo im 1. Weltkrieg zahllose Menschen ihr Leben verloren. Die Fahrt führt also an die Maas, diesmal stehen dort aber die Baudenkmäler im Vordergrund, insbesondere die Kathedrale Notre-Dame. Es handelt sich um eine doppelchörige Anlage, ähnlich den Domen in Trier, Mainz und Worms: Auch wenn vieles später verändert wurde, lässt sich die hochmittelalterliche Architektur noch gut erkennen. An der Maas entlang geht es dann über Dugny nach Saint-Mihiel. Es ist der Geburtsort des Renaissance-Bildhauers Ligier Richier, hier befinden sich auch zahlreiche seiner Hauptwerke, unvergesslich ist vor allem die Grablegung Christi in der Kirche Saint-Etienne. Zurück geht es entlang des Lac de Madine durch eine landschaftlich besonders reizvolle Gegend.

Termin:        Sa, 20.06.2026


 

Tagesfahrt nach
Rouffach, Guebwiller und Murbach am 26.9.26

Im letzten Jahr war die Region um Schlettstadt unser Ziel im Elsass, diesmal geht es etwas weiter südlich ins Departement Haut-Rhin: Vorbei an Haut-Kœnigsburg, Storchenpark und auch an der touristischen Metropole Colmar bleibt Rouffach ein Geheimtipp für Kenner. Die Dimension der Kirche wird erklärt durch ihre Zugehörigkeit zum Straßburger Bischof, dessen Besitz die Stadt einst war. Man darf von einem kleineren Straßburger Münster sprechen! Der Ort besitzt darüber hinaus zahlreiche attraktive Gebäude, vornehmlich aus der Renaissance. Der zweite Teil der Fahrt führt uns zur Romanik und ins nahegelegene Lauchtal. Guebwiller und Lautenbach besitzen noch heute hochbedeutende Bauwerke aus Mittelalter und Neuzeit. Ganz besonders freuen dürfen sich die Mitfahrer aber auf den Anblick von Kloster Murbach, in einem Seitental schon in der Nähe des Vogesenkamms gelegen. Es stehen zwar nur noch die Ostteile der Kirche, dies macht das Bild allerdings nur noch pittoresker.

Termin:        Sa, 26.09.2026